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ISE-Verkauf an mexikanisches Unternehmen weckt neue Hoffnung

Duisburg. ISE-Werk hofft auf Fortbestand: Das mexikanische Unternehmen Metalsa hat das ISE-Werk in Huckingen aufgekauft und ist nun für den Autozulieferer zuständig. ISE Automotive beliefert deutsche Hersteller, wie Mercedes, BMW und Audi, wohingegen Metalsa sich eher auf Nutzfahrzeuge fixiert hat.

Eigentlich sollten sie gestern schon auf der Betriebsversammlung auftreten, die neuen Besitzer des ISE-Werkes in Huckingen. Das hat aus terminlichen Gründen noch nicht geklappt, aber neue Hoffnungen auf Fortbestand des Autozulieferers hat der Kauf durch das mexikanische Unternehmen Metalsa schon geweckt.

„Wir hoffen, dass sich Metalsa unseren Argumenten nicht verschließt“, sagte Thomas Kennel, 2. Bevollmächtigter der IG Metall , gestern. Im Februar hatte der bisherige Unternehmenseigner Nordwind Capital das Aus des Werkes für Herbst angekündigt und damit auch das Aus für rund 160 Arbeitsplätze. Weitere etwa 40 Beschäftigte sind als Leiharbeiter tätig. Die Produktion sollte zu anderen ISE-Standorten verlagert werden.

Positive Entwicklung des Werks

Seit wenigen Tagen hat nun Metalsa das Sagen in Huckingen. Belegschaft, Betriebsrat und Gewerkschaft setzen auf neue Gespräche. Industrieberater Dr. Andreas Bach, der die Arbeitnehmerseite seit Jahren berät, ist von der Zukunftsfähigkeit des Standorts fest überzeugt: „Das Werk hat sich außerordentlich positiv entwickelt.“ Gerade in den letzten Jahren sei unter anderem die Logistik optimiert worden.

ISE Automotive beliefert erste Adressen der deutschen Automobilindustrie mit Komponenten, darunter Mercedes, BMW, Audi und Porsche. Und das nahe Sprinter-Werk in Düsseldorf bezieht aus Huckingen Teile für den Lieferwagen mit dem Stern am Kühlergrill. Auch Metalsa ist Autozulieferer, aber eher mit Schwerpunkt Nutzfahrzeuge. An Standorten in Nord- und Südamerika, Indien, Russland oder Australien werden laut IG Metall rund 9000 Mitarbeiter beschäftigt.

Verlagerung der Standorte wäre teuer

Durch den Einstieg bei ISE strebt Metalsa nach Einschätzung der Gewerkschaft sowohl in den deutschen Markt als auch in das Geschäft mit den Pkw-Bauern, was Hoffnungen auf eine Weiterführung der Produktion des Werkes auf dem HKM -Gelände mache.

Eine Verlagerung auf andere Standorte sei dagegen mit enormen Kosten verbunden, erklärt Kennel, und der bisherige Zeitplan nicht mehr einzuhalten. Die IG Metall werde ihre Arbeitskampfaktivitäten zunächst aussetzen, um mit den neuen ISE-Eigentümern zu einem „sachlichen Gespräch“ zu kommen. Auch Metalsa habe bereits die Bereitschaft zu neuen Verhandlungen bekundet.

„Man hat wieder Hoffnung, dass es weitergeht“, schilderte Betriebsrats-Vorsitzender Aydin Albayrak die Stimmung bei der gestrigen Betriebsversammlung. In der Vergangenheit hatte die Belegschaft bereits in erheblichem Maße auf Teile des Gehalts verzichtet, um den Standort zu stabilisieren. Bereits in der Vergangenheit hatte es zwei Mal Schließungsbeschlüsse für die Huckinger Fertigung gegeben, die aber letztlich abgewendet werden konnten – unter anderem durch Gegenwehr der Belegschaft.

Willi Mohrs