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CE Consult Info Februar 2017

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CE-Consult in der Presse

Wenn das Personal älter wird

Der demografische Wandel macht vor den Betriebstoren nicht halt. Wie können Gewerkschaften und Belriebsräte mit den Herausforderungen umgehen?

Auf diese Frage versucht der DGB Östliches Ruhrgebiet eine Antwort zu geben. In einem Pressetermin stellte Eberhard Weber, Vorsitzender des DGB, Region östliches Ruhrgebiet erste Konzepte und Materialien für Betriebsräte vor.

Der DGB wollte nach Webers Worten nicht "im eigenen Saft schmoren", sondern suchte sich Unterstützung von Dr. Uwe Jürgenhake, dem Geschäftsführer Soziale Innovation GmbH und Heidi Dunczyk von CE-Consult.

Im Einführungsteil machte Dr. Uwe Jürgenhake deutlich, um was es geht. Es gebe in Zukunft einen immer steigenden Anteil älterer Kollegen. "Wie können diese Leute weiter am Arbeitsplatz gehalten werden", fragte Jürgenhake angesichts des Know-hows, das viele ältere Mitarbeiter besitzen und die mit ihrer Verrentung aus den Unternehmen verschwinden würden. Umgekehrt werde es in Zukunft bei immer weiter sinkenden Geburtenzahlen schwieriger, junge qualifizierte Leute zum Ausbilden zu finden.

Eberhard Weber vom DGB machte deutlich, dass "wir die personelle Zukunftsplanung nicht den Chefs und Management überlassen. Wir möchten, dass Unternehmensleitung und Betriebsräte auf gleicher Augenhöhe zusammenarbeiten". Um das zu gewährleisten, bietet der DGB verschiedene Formen der Unterstützung an. Angefangen von einem EDV-Tool namens ABAS, das die aktuelle betriebliche Altersstruktur in einem Unternehmen analysiert und Prognosen abgeben kann, bis hin zu einer Workshopreihe, die in verschiedene Module aufgebaut ist und dem Betriesrat Rüstzeug zu Themen wie "Betriebliches Gesundheitsmanagement oder "Altersteilzeit" mitgibt.

Während Großunternehmen das Problem des demografischen Wandels teilweise schon erkannt haben, müssen die Gewerkschaften bei klein- und mittelständischen Unternehmen "immer doch dicke Bretter bohren", wie Weber erklärt.

Daher soll es in Zukunft ein "Demografie-Frühstück" in Dortmund geben, an dem Unternehmen teilnehmen sollen. "Die ersten Treffen werden in Hotels stattfinden, aber wir würden auch gerne in die Betriebe gehen, um Praxisbeispiele vor Ort kennenzulernen", so Heidi Dunczyk.

Zu den Themen dieser "Demografie-Frühstücke" gehören unter anderen "Gesundheit in den Betrieben", "Nichtrauchen am Arbeitsplatz" oder Diskussionen von Arbeitszeitmodellen wie der Teilrente. "Geplant ist, dass so ein Frühstück einmal die Woche oder dreimal im Monat stattfinden soll" so Dunczyk weiter. "Wir sind offen für Themen, die Unternehmen interessieren." (lmk)

Hintergrund

2025: Beinahe jeder Vierte über 65 Jahre alt

Alarmierende Zahlen der Demografen: Durch die konstant niedrige Geburtenrate und der höheren Lebenserwartung werden wir nicht nur weniger sondern auch älter. Wie die Grafik zeigt, sinkt zwischen 2005 und 2025 der Anteil der unter 20- jährigen an der Gesamtbevölkerung in Dortmund, Kreis Unna und Hamm von 20,6% auf 17,1%, während der Anteil der über 65-jährigen von 19,2% auf 24,5% steigt. Im Jahr 2025 wird knapp jeder Vierte über 65 Jahre alt sein. Dramatisch sinkt auch der Anteil der 35- bis 50-jährigen der zentralen Leistungsträger im Berufsleben, von 23,8% (2005) auf 18,6% (2025).